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Quo Vadis DNUG?

 20 Mai 2012 11:28:58
Am Freitag hat Reiner Gratzfeld (Vorsitzender des DNUG Vorstandes) auf der EULUC-Plattform einen interessanten Beitrag gepostet:

Zukunft der DNUG / DNUG im Wandel

Die DNUG hat erkannt, das sie sich ändern muss. Herr Gratzfelder bzw. der Vorstand ruft mit dem Blogpost zur offenen Diskussion über die Zukunft der DNUG auf.

Ich kann dies erst einmal nur begrüßen und hoffe, das zur DNUG in Dortmund die Diskussion intensiviert wird.

Also, jeder der Anregungen oder Kritik äußeren möchte, hat nun die Chance sich aktiv einzubringen.

Kommentare

1Christian Henseler  23.05.2012 01:07:09  Quo Vadis DNUG?

Aus meiner Sicht ist die DNUG keine Vertretung der eigentlichen Notes/Domino Community, sondern eine Marketing Plattform eines begrenzten Kreises von Business Partnern, die ihre eigenen kommerzielle Interessen verfolgen (was grundsätzlich ja auch OK ist).

Die DNUG Konferenzen waren und sind aus meiner Sicht im Grunde Marketing-Veranstaltungen besagter BPs, für die die Zielgruppe auch noch Geld bezahlen muss(te).

Also wurde ich DNUG Mitglied und brachte mich mit rein technischen Vorträgen zu Notes/Domino ein, um hier was zu ändern.

Ich wage zu behaupten, dass ich in meiner Kern-Kompetenz Notes Client Deployment nicht zu den Schlechtesten gehöre, was selbst die IBM dazu bewegt mich für Deployment-Projekte einzukaufen.

Niemand musste ein Produkt von mir kaufen oder mich anheuern, um die Vortrags-Inhalte direkt im eigenen Unternehmen umsetzen zu können.

Im Rahmen der damaligen Technical Conferences passten meine rein technischen Vorträge auch gut ins Konzept.

Plötzlich wollte die DNUG jedoch, dass ich 50 % des Konferenz-Betrages und die Hotel-Kosten selbst tragen solle, was für Produkt- und verkappte Werbe-Vorträge ja auch OK wäre.

Da ich aber weder Produkte noch Dienstleistungen verkaufte, fasste ich die neuen Konditionen als mangelnden Respekt mir gegenüber als rein technischen Experten und dem Aufwand zur Erstellung derartiger Vorträge auf, zumal ich mir doch einbildete bzw. mir auch von Teilnehmern bestätigt wurde, dass meine Vorträge den einen oder anderen Teilnehmer überhaupt erst zur Teilnahme an der DNUG bewegte.

Also stellte ich meine Referenten-Tätigkeit für die DNUG aus Prinzip ein und engagierte mich auf den kostenlosen Community-Veranstaltungen, insbesondere ILUG und UKLUG und dem IBM Notes and Domino 8.5 Forum.

Hier bezahle ich gerne Flug & Hotel, da die Konferenzen ja auch kostenlos sind.

Ich habe noch nie für einen Vortrag Geld erhalten oder verlangt.

Ich glaube mittlerweile auch, dass ich mit meinen technischen Vorträgen auf anderen Konferenzen - insb. dem AdminCamp (wo ich nur das Hotel gestellt bekomme) und ILUG/UKLUG - besser aufgehoben bin, weil die DNUG Konferenzen aus meiner Sicht eher ein nicht-technisches Publikum ansprechen.

Im Jahre 2011 wurde meine Tätigkeit für die englischsprachige Community von IBM dadurch honoriert, dass ich IBM Champion im Bereich Lotus wurde, was mich persönlich überrascht hat, da es andere weitaus mehr verdient hätten, etwa ein Daniel Nashed, Rene Winkelmeyer oder Rudi Knegt.

Es war für mich dennoch eine SEHR SEHR große Ehre und zusätzlicher Ansporn, mich noch mehr einzubringen (was 2012 leider jedoch nicht möglich sein wird)!

Darüber hinaus hatte ich die große Ehre, auf der Lotusphere 2012 erstmalig als Co-Referent auftreten zu dürfen.

Für mich war die Lotusphere immer der Olymp der Notes-Fachreferenten.

Naiv wie ich nun mal bin, dachte ich mir im Frühjahr 2012, dass es zum einen von den IBM Champions nicht all zu viele gibt (3 im Bereich Lotus in Deutschland, 50 weltweit) und das eine Lotusphere-Speaker-Qualifikation auch eine gewisse Experten-Expertise darstellt.

Ich gebe zu, dass ich wirklich dachte, dass ich nun zu Konferenzen (insb. DNUG) und LTCY-Veranstaltungen eingeladen würde und insb. dass sich vielleicht sogar IBM Deutschland (in persona M. Gomez oder S. Krüger) melden würde, um zusammen was in Richtung deutscher Community zu machen ....

...oh Mann, wie doof kann man eigentlich noch sein!? :-)

Ich glaube eigentlich, das weder die DNUG noch IBM Deutschland das IBM Champion Programm überhaupt kennen...

Dieses Jahr werde ich aus der DNUG austreten und mich weiter den internationalen Communities zuwenden, da die DNUG für mich keinerlei Relevanz mehr hat.

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